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Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) 2020

Mit 1.1.2020 tritt die Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) in Kraft. Sie basiert auf den Grundsätzen zur ordnungsgemäßen Führung und Aufbewahrung von Büchern etc. und des Manipulationsschutzes von Aufzeichnungen. 

Ziel der KassenSichV bzw. der sogenannten Fiskalisierung ist vordergründig dafür zu sorgen, dass elektronische Kassensysteme nicht mehr manipuliert werden können. Wesentliches Element dieser Verordnung ist eine technische Sicherheitsvorrichtung (TSE), um welche nunmehr alle elektronischen Kassensysteme ausgestattet werden müssen. Darüber hinaus werden in diesem Rahmen auch die Belegausgabepflicht und eine Kassenmeldepflicht eingeführt.

 

Registrierkasse
Jedes Gerät, mit welchem Barumsätze elektronisch erfasst werden können, ist in diesem Sinne eine Registrierkasse. Jede Kasse muss nunmehr dem Finanzamt mit einer Registriernummer gemeldet werden. Ab 2020 müssen Kassen mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) versehen sein. 

 

TSE – Technische Sicherheitseinrichtung
Diese TSE besteht aus einem Speichermedium und einem Sicherheitsmodul (Signierung und lückenlose Protokollierung). Grundsätzlich gibt es hierfür 2 Möglichkeiten der Umsetzung: 

  1. Hardwarebasiert: hierbei müssen Sie sich eine physische Signier-/Speichereinheit anschaffen (z.B. Stick mit einer SIM-Karte oder einem ähnlichen Speichermedium - von einem zertifizierten TSE Anbieter). Hierbei speichern Sie die Daten auf diesem Medium (direkt auf dem TSE integriert, also ohne externen Speicher, oder mit externem Speicher)
  2. Cloudbasiert: Hierbei werden die Daten auf den Server des zertifizierten TSE-Anbieters hochgeladen.

Zertifizierte Anbieter: Nachdem der Zertifizierungsprozess noch einige Zeit in Anspruch nehmen dürfte, wurde die sogenannte Nichtbeanstandungsregelung veröffentlicht. Ihre TSE muss jedoch bis längstens 30.09.2020 zertifiziert sein.

 

Wir sind bereit

Wir haben unsere Systeme vorbereitet und um das nötige Prozedere gemäß (DSFinV-K 2.0 – Digitale Schnittstelle der Finanzverwaltung für Kassensysteme) und die Schnittstelle zur TSE erweitert. Zudem halten wir uns stets auf dem Laufenden, falls es in dieser Phase noch Änderungen gibt. Für eine verordnungsgerechte Umsetzung Ihrer Registrierkassenpflicht muss Ihr System auf upgedatet werden. Unsere Kundenbetreuer werden mit Ihnen gerne alle weiteren Schritte besprechen. 

 

Mögliche anfallende Kosten

Kosten fallen für Sie insofern an, als dass Sie eine Technische Sicherheitseinrichtung (ob Hardware oder cloudbasiert) benötigen, um welche Sie sich selbst kümmern müssen. 

 

Die KassenSichV kurz zusammengefasst:

  • Belegausgabepflicht
  • Daten müssen jederzeit dem Finanzamt zum Export zur Verfügung stehen
  • Signierung durch eine zertifizierte technische Signiervorrichtung (TSE)
  • QR-Code zur Verfizierung auf Beleg
  • Fiskalisierung und Speicherung lokal (mit Hardware) oder online (Cloud beim TSE zertifizierten Anbieter)
  • Kassenmeldepflicht beim Finanzamt

Sowie bereits jetzt:

  • Lückenlose Fiskalisierung und keine Löschung der Umsätze
  • Vollständige und Nachvollziebare Aufzeichnungen (Integrität, Authentizität, Vollständigkeit)

 

Generell gibt es eine Übergangsfrist zur Realisierung bis Dezember 2022. Diese gilt jedoch nur bei Erfüllung von 3 spezifischen Kriterien. Wenn nicht alle dieser 3 Kriterien erfüllt sind, gilt die Verordnung jedoch ab sofort mit Jänner 2020. Darüber hinaus gibt es, wie erwähnt, aktuell eine Verzögerung mit zertifizierten TSE-Anbietern und somit wurde eine Nichtbeanstandungsfrist bis 30.09.2020 festgesetzt. Jedoch ist dies keine Verlängerungsfrist und Sie müssen glaubhaft nachweisen können, dass Sie Umrüstungsmaßnahmen ergriffen haben.

Ob Sie mit Ihrem Unternehmen unter diese Regelungen fallen und wenn Sie weitere Detail-Fragen zur KassenSichV haben, bzw. eine rechtssichere Auskunft benötigen, beraten Sie sich bitte mit einem Rechts- bzw. Steuerberater Ihres Vertrauens.